Mit der Informationsflut richtig umgehen - Fachartikel im «KMU-Magazin»

Das «KMU-Magazin», die Schweizer Fachzeitschrift für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, hat in der Ausgabe 4/2013 den Artikel «Mit der Informationsflut richtig umgehen» publiziert.

Dabei geht es um smarte Überlebensstrategien wie die Magie der Marke, um als KMU erfolgreich im «Informations-Tsunami» zu kommunizieren.

Autor ist Werner Müller, Geschäftsführer der say when GmbH. Wir stellen unseren Lesern den Artikel gerne mit freundlicher Genehmigung des «KMU-Magazin» als pdf-download zur Verfügung.

Portrait

Das «KMU-Magazin» erreicht mehr als 65 Prozent der Inhaber, Geschäftsführer oder höheren Kadermitglieder mittelständischer, deutsch-schweizerischer Unternehmen. Es erscheint 10 Mal pro Jahr und hat 118'000 Lesende, davon 25'000 Leader mit 10'000 Top-Leader. Das «KMU-Magazin» ist mit dem Gütesiegel «Q-Publikation» vom Verband Schweizer  Presse ausgezeichnet.

www.kmu-magazin.ch

Nielsen: Soziale Netze sind den Kinderschuhen entwachsen

Nielsen und NM Incite haben den «Social Media Report 2012» veröffentlicht. Demnach werden soziale Netzwerke erwachsen. Die Megatrends: Mobile Nutzung und das globale Wohnzimmer. Der grosse Gewinner: Pinterest.

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Laut dem Nielsen verbringen wir 58% mehr Zeit mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. 20 Prozent der PC-Nutzung und sogar 30 Prozent der Zeit mit mobilen Geräten. Besonders beliebt sind dabei Apps: der Zeitaufwand ist um 76 % Prozent  gestiegen.

Facebook dominiert

In den USA ist das dominierende Netzwerk weiterhin Facebook gefolgt von Twitter, wenn man die Blogging-Plattformen Blogger und Wordpress ausklammert. Das Business Netzwerk LinkedIn liegt in dieser Betrachtungsweise auf Platz 3. Der grosse Gewinner ist Pinterest. Die Online-Pinnwand ist bei besonders bei Frauen beliebt und weist seit dem Start im letzten Jahr ein exponentielles Wachstum auf.

Nutzung verschiebt sich in Richtung Mobile

Für die Nutzung von sozialen Netzwerken werden immer öfter Smartphones und Tablets verwendet. 46 % der Nutzer geben an, ihr Smartphone für den Zugang zu benützen und 16 % ihre Tablets. Der PC fällt leicht zurück, bleibt aber weiterhin der meist genutzte Kanal.

Das globale Wohnzimmer

Die parallele Nutzung von TV und mobilen Geräten ist unter dem Stichwort «Second Screen» schon einige Zeit ein Trend. Der «Social Media Report» verdeutlicht das Phänomen mit Zahlen: 41 % der Tablet Nutzer und 38 % der Besitzer eines Smartphones verwenden die Geräte täglich parallel zum Fernsehen. Fast ein Viertel der Zuschauer im Alter von 18-34 Jahren kommentieren was im Fernsehen läuft noch während der Sendung.

Der soziale Kundenservice

Soziale Netzwerke haben sich in den USA zu einem wichtigen Kanal im Kundenservice entwickelt. Fast 50 % der Kunden kontaktieren Unternehmen über diesen Weg für Rückmeldungen oder einfach auch um Fragen zu stellen. 30 % der Nutzer von sozialen Netzwerken bevorzugen diese bei Serviceanfragen gegenüber dem Telefon. Die am meisten verwendete Plattform ist dabei Facebook.

Im Allgemeinen wird die Nutzung von soziale Netzwerken gut bewertet. 76 % der Nutzer geben an, damit positive Gefühle zu verbinden. Den «Social Media Report 2012» kann man im Nielsen Blog abrufen:

http://blog.nielsen.com/nielsenwire/social/2012/

Foto: ryaninc (Creative Commons)

Überleben im «Informations-Tsunami»

Die mobile Revolution hat begonnen. 2013 wird es erstmals mehr Smartphones und Tablets geben als PCs und Notebooks. 15 000 neue Apps kommen wöchentlich auf den Markt. Die Entwicklung ist rasant und dynamisch. Daher müssen Kommunikationsprofis neue Wege gehen, um ihre Botschaften ans Ziel zu bringen.

Selbst Google und YouTube sind von den Wachstumsraten mobiler Anwendungen überrascht. Der mobile Zugang steigert die Verfügbarkeit von Informationen und lässt die schiere Menge exponentiell wachsen. Wie dringen KMU im Informations-Tsunami noch zu ihren Zielgruppen durch?

Anspruchsvolle Zeiten

Die Informationsüberlastung ist neben dem Hyperwettbewerb eine der zentralen Herausforderungen für die Kommunikation von Unternehmen. Eine Sturmflut von Informationen. Aber ist es wirklich so schlimm? Nein. Schlimmer.

Neue Wege sind gefragt, um Botschaften zielsicher zum Empfänger zu steuern einerseits; und andererseits, um die Empfänger überhaupt auf Empfang zu stellen. Wir beleuchten hier die Hintergründe und Entwicklung der Informationsflut und zeigen Lösungswege auf. Denn für KMUs gibt es smarte Überlebensstrategien, wie zum Beispiel die Magie der Marke, um erfolgreich im Informations-Tsunami zu kommunizieren.

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Die Medienentwicklung

Wir kennen die Zahl: In westlichen Industriestaaten herrscht eine Informationsüberlastung von 98 %. Oder anders ausgedrückt: Wir nehmen nur noch 2 % der Informationen bewusst war, denen wir täglich ausgesetzt sind. Dies war allerdings schon Mitte der 1980er Jahre der Fall. Ein Blick auf die Medienentwicklung zeigt, dass die Informationsflut weiter rasant zunimmt.

1990er - Aufstieg der Werbung

Die Privatisierung von Radio und TV hatte zur Folge, dass es zu einer starken Zunahme von Werbung kam. Radiowerbung nahm in der Schweiz bis 2001 um rund 500 % zu und TV Spots sogar um 1 600 %. In den 1980er Jahren waren wir täglich 650 Werbekontakten ausgesetzt. Heute sind es zwischen 2 500 und 5 000.

2000er - Aufstieg des Internet

Das Internet verstärkt die Entwicklung der Informationsüberlastung mit einer bislang unbekannten Dynamik. Um 50 Millionen Nutzer zu erreichen benötigte das Radio 38 Jahre, TV nur noch 13 Jahre. Das World Wide Web eroberte diese Anzahl von Nutzern in nur 7 Jahren.

In der zweiten Hälfte der 2000er entstand ein zusätzliches Phänomen: Soziale Netzwerke, allen voran Facebook. Und damit kommt es zum sogenannten Facebook-Effekt. Wir kennen die Zahlen (Stand 11/2012): über 1 Milliarden aktiver Nutzer bei einer Marktdurchdringung in der Schweizer Bevölkerung von rund 40 %. Spannend ist aber, welche Auswirkung Facebook auf die Aufmerksamkeit im Internet hat. Laut einer aktuellen Studie von Nielsen besucht der Durchschnittsnutzer in den USA pro Monat etwa 95 Websites mit 2 800 Seiten. Und allein 800 davon befinden sich in Facebook. Also etwa 30% dessen, was wir im Web sehen, passiert bereits in Facebook. Es ist eine Art schwarzes Loch, das die Aufmerksamkeit im Internet mehr und mehr an sich zieht.

Beeindruckende Zahlen zum Phänomen Soziale Netzwerke zeigt das Video «Social Media Revolution» von Eric Qualman. Jetzt in der aktualisierten Version 2013.

2010er - Die mobile Revolution

Aktuell erleben wir die mobile Revolution. Erst kürzlich hat die Anzahl aktiv genutzter Smartphones 1 Milliarde überschritten. Beeindruckend, wenn man sich vor Augen hält, dass die aktuelle Dynamik erst vor etwa 5 Jahren mit dem Launch des iPhones so richtig ins Rollen kam. Und das Potenzial ist weitaus grösser: weltweit gibt es derzeit insgesamt 6 Milliarden Mobiltelefone. Durch Smartphones und auch Tablets ist eine weitere Informationsflut entstanden: Apps! Während weltweit wöchentlich 100 Filme und 250 Bücher veröffentlicht werden, kommen 15 000 neue Apps auf den Markt. Jede Woche!

Die Entwicklung ist äusserst dynamisch. Selbst Google ist davon überrascht. Eric Schmidt, unterstreicht den Trend: «Jeden Monat, jedes Quartal und jedes Jahr übersteigt die Wachstumsrate der mobilen Anwendung alle Erwartungen. Heutige Telefone sind inzwischen so nützlich, dass sie für viele Menschen bei täglichen Aufgaben den PC ersetzen.» Auch YouTube Manager Robert Kyncl kommt zu einem ähnlichen Schluss. «Wir erleben aktuell eine massive Veränderung im Kundenverhalten. Der Anteil mobiler Zugriffe auf YouTube hat sich in den letzten 18 Monaten von 6 % auf 25 % erhöht.» Die mobile Nutzung hat sich somit mehr als vervierfacht.

Wo wir gerade von YouTube sprechen: Aktuell werden 100 Stunden Videomaterial auf der inzwischen zweitgrössten Suchmaschine veröffentlicht. Pro Minute! Noch 2007 waren es lediglich 8 Stunden. Das heutige Volumen entspricht einer Laufzeit von 70 000 Spielfilmen pro Tag. Stellen Sie sich das als DVD Boxen vor. In der Tat eine Sturmflut von Informationen.

Herausforderungen

Man könnte auf die Idee kommen, dass die Informationsüberlastung ausschliesslich bei einer jungen Zielgruppe der Fall ist. Oder dass es sich im B2B-Bereich völlig anders verhält. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Hochschule Luzern kommt allerdings zum Ergebnis, dass Informationsüberlastung auch für Schweizer KMU die grösste Herausforderung in der Kommunikationsarbeit ist.

Es stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen in der Sturmflut von Informationen behaupten können? An der Hochschule Luzern werden beispielsweise folgende Lösungsansätze für KMU diskutiert.

Lösungsansätze

Effektivität und Effizienz

Kreative, emotionale und innovative Kommunikation sowie Beziehungsmanagement werden von vielen KMU bereits genutzt. Wie die Studie jedoch gezeigt hat, liegt das Potenzial in der strategischen Planung und der effektiven Integration der Kommunikation. Denn nur rund die Hälfte der KMU geben an, eine Strategie schriftlich formuliert zu haben.

Mit strategischer Planung und integrierter Kommunikation optimieren KMU die Zielerreichung und Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmens- und Marketingkommunikation. Kern ist die Entwicklung der obersten Zielsetzung der Unternehmenskommunikation: die «strategische Positionierung». Die Kommunikation des Unternehmens wird auf klare Ziele ausgerichtet.

Ein hierarchisches System ordnet Botschaften und Instrumente für alle relevanten Ziel- und Bedarfsgruppen. Eine instrumentelle, zeitliche, sprachliche, formale und inhaltliche Integration der Kommunikation konzentriert die Kräfte. Es entsteht mehr Effektivität in der Kommunikation, damit die Botschaften eines Unternehmens wirken, beim richtigen Empfänger ankommen und dort verstanden werden.

Markenkraft

Und es gibt eine Lösung, mit der Unternehmen ihre Zielgruppen nicht mehr mit kommunikativen Massnahmen verfolgen und belagern müssen: werteorientierte Markenstrategie. Hierbei sendet das Unternehmen Signale aus, die Mensch anziehen, so dass sich automatisch eine Gefolgschaft, oder besser gesagt eine Fangemeinschaft bildet. Zwischen Unternehmen und Kunden entsteht eine gegenseitige Anziehung erzeugt durch die Kraft der Unternehmens- und Markenwerte.

Unternehmensmarken geben Orientierung, differenzieren und verleihen einem Leistungsangebot eine höhere Anziehungskraft als das reine Produkt. Kern ist die Definition von Markenwerten. Denn Marken ziehen Menschen über Werte an. Oder einfach ausgedrückt: Menschen kaufen nicht das, was Unternehmen anbieten, sondern warum sie dies tun.

Für Unternehmen kreieren Marken einen Wettbewerbsvorteil: Das Leistungsangebot wird einzigartig und hebt sich von vergleichbaren Produkten anderer Anbieter ab. Ein Mittel gegen die Austauschbarkeit der reinen Produktleistung. Marken sind das zuverlässigste ökonomische Mittel für eine dauerhafte Verbundenheit der Kunden mit dem Unternehmen.

Marken bieten auch die Möglichkeit für eine dauerhafte Preisbereitschaft bei Kunden. Verbraucher sind Marken eher treu, weil sie ein Qualitäts- und Leistungsversprechen erfüllen. So werden Einmalkunden zu Stammkunden. Marken spiegeln die Wertehaltung von Konsumenten. Dadurch können Kunden zu Fans werden, welche die Marke in ihrem Umfeld weiterempfehlen. Insgesamt bieten Marken die Chance für einen höheren Marktanteil und höhere Erträge. Sie sichern ein Unternehmen gegen Nachahmung ab und steigern langfristig seinen Wert.

Werteorientierte Markenstrategien und strategische Kommunikation sind für KMU zwei wirkungsvolle Instrumente in der Sturmflut von Informationen. Mehr dazu auf: www.say-when.ch

Update März 2013

Das «KMU-Magazin», die Schweizer Fachzeitschrift für Geschäftsleitung  und Verwaltungsrat, hat in der Ausgabe 4/2013 den Artikel «Mit der  Informationsflut richtig umgehen» publiziert. Wir  stellen unseren Lesern den Artikel gerne mit freundlicher Genehmigung  des «KMU-Magazin» als pdf-download zur Verfügung.

Das «KMU-Magazin» erreicht  mehr als 65 Prozent der Inhaber, Geschäftsführer oder höheren  Kadermitglieder mittelständischer, deutsch-schweizerischer Unternehmen.  Es erscheint 10 Mal pro Jahr und hat 118'000 Lesende, davon 25'000  Leader mit 10'000 Top-Leader. Das «KMU-Magazin» ist mit dem Gütesiegel  «Q-Publikation» vom Verband Schweizer  Presse ausgezeichnet.

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Facebook macht mobil

Mark Zuckerberg: Apps für iOS und Android sind die Zukunft!

Die zunehmende Informationsüberlastung ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Kommunikation von KMU. Es stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen in einem Meer von Angeboten und einer Sturmflut von Informationen noch erfolgreich von Mitbewerbern abheben können.

Die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung sind soziale Netzwerke und mobiles Internet, welches wir über Smartphones und Tablets pausenlos verfügbar haben. Hier sind es vor allem Apps, die auf diesen Geräten laufen und uns Informationen zur Verfügung stellen. Doch selbst führende Unternehmen haben diesen Trend lange Zeit verschlafen.

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Ein interessantes Bespiel ist Facebook. Historisch kommt man aus der Entwicklung einer Desktoplösung in Form der Facebook Website. Als mobiles Internet immer mehr an Bedeutung gewann, entschied man sich vor rund 2 Jahren auf die Technologie HTML5 zu setzten. Der Vorteil dieser Lösung sollte sein, das Facebook Endgeräte wie Smartphones und Tablets verschiedener Hersteller mit ein und derselben Plattform bedienen kann.

In einem Interview mit Michael Arrington anlässlich der Web-Konferenz "Disrupt" bereut Facebook CEO Mark  Zuckerberg nun diese Entscheidung: "Es war unser grösster strategischer  Fehler, dass wir zu lange an HTML5 festgehalten haben. Wir waren einfach  nicht in der Lage die Qualität zu erreichen, die wir uns vorgestellt  hatten. Wir haben 2 Jahre verloren und das ist wirklich schmerzvoll."

Nun fokussiere Facebook primär auf native Apps für die mobilen Betriebssysteme iOS von Apple und Android von Google. "Das ist die Zukunft!" unterstreicht Mark Zuckerberg seine strategischen Überlegungen. Denn mobile Lösungen hätten gewaltige Vorteile:

  • Mehr Benutzer
  • Benutzer verbringen mehr Zeit und haben eine höhere Interaktion
  • Facebook kann damit mehr Geld verdienen

Die kürzlich überarbeitete Facebook App für iOS von Apple zeige bereits, dass dies der richtige Weg sei. So hätte sich die Anzahl der auf Facebook gelesenen Neuigkeiten mit dieser neuen App bereits verdoppelt.

Das Thema "Mobil" wurde bislang häufig als Schwachstelle Facebooks bezeichnet. Nun sorgte Mark Zuckerberg in seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Börsengang für Klarheit in der strategische Ausrichtung: Facebook macht mobil.

Dadurch wird Facebook für KMU einerseits eine noch effektivere Plattform, um mit sich mit den eigenen Kunden zu vernetzen. Gleichzeitig wird die neue Ausrichtung von Facebook einen weiteren Beitrag zur Informationsüberlastung leisten.

Die say when GmbH unterstütz ihre Kunden mit Konzepten für strategische Kommunikation und wertorientiertes Branding, um sich entscheidende  Wettbewerbsvorteile in dieser Flut von Angeboten und Informationen zu sichern.

Das komplette Interview mit Mark Zuckerberg steht auf der Website von Techcrunch als Video zur Verfügung und bietet sehr interessante Einblicke in die Strategie von Facebook.

Foto: Kevin Krejcj (creative commons)

Schweiz: höchster Anteil an Facbook Nutzern im deutschsprachigen Raum

Socialbakers, ein Unternehmen welches sich auf Analysen im Bereich sozialer Netzwerke spezialisiert hat, bietet auf seiner Website Statistiken zur Penetrationsrate von Facebook an. Demnach hat die Schweiz den höchsten Anteil an Facebook Nutzern im deutschsprachigen Raum:

  • Schweiz: 38.1%
  • Österreich: 33.8 %
  • Deutschland: 28.62 % (Stand: Mai 2012)

Im Schweizer Markt ist die Effizienz der Kommunikation von Unternehmen eine zentrale Herausforderung für KMU. Einerseits sind die Werbeausgaben pro Kopf im europäischen Vergleich in der Schweiz am höchsten. Dazu kommt der Turboeffekt durch mobile Kommunikation und soziale Netzwerke. Jeder zweite Schweizer ab 15 Jahren besitzt laut SF inzwischen ein Smartphone. Und soziale Netzwerke wie Facebook weisen inzwischen einen hohen Verbreitungsgrad auf, wie die oben genanten Zahlen verdeutlichen.

Der Facebook Effekt

Facebook entwickelt sich laut Robert Tercek zu einer Art «schwarzem Loch», welches immer mehr die Aufmerksamkeit im Web an sich zieht. Nutzer gingen ins Facebok und kämen so schnell nicht mehr heraus.

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Demnach besucht ein Durschnittsnutzer in den USA pro Monat etwa 95 Websites und sieht sich dabei etwa 2'800 Seiten an. Allein 800 davon befinden sich in Facebook. Also etwa 30% dessen was wir im Web sehen passiert bereits in Facebook. 

Unter diesem Hintergrund ist auch das starke Engagement von Google im Bereich soziale Netzwerke verständlich. Die Aufmerksamkeit im normalen Web geht offensichtlich immer mehr zurück.

Diese Zahlen aus einer Studie von Nielsen hat Robert Tercek in einer sehr interessanten Keynote an der PrimeTime Konferenz in Ottawa vorgestellt.

Foto: Phil Plait 

Creative Commons